Südwestmetall-Förderpreise an Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten verliehen

Südwestmetall-Förderpreise an Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten verliehen

Erstellt am: 25.04.2017

Dr. Stefan Köhler erhält Preis für seine Doktorarbeit an der Universität Tübingen

TÜBINGEN/STUTTGART – Der Jungwissenschaftler Dr. Stefan Köhler hat für seine Doktorarbeit an der Eberhard Karls Universität Tübingen eine landesweite Auszeichnung erhalten. Der 31-jährige ist einer von neun Nachwuchswissenschaftlern aus Baden-Württemberg, denen am Montag in einer feierlichen Veranstaltung in Stuttgart der Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde.

Im Rahmen seiner Doktorarbeit untersuchte Köhler in Tübingen am Lehrstuhl für Eingebettete Systeme Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz von Elektrofahrzeugen. Dabei hat der Jungwissenschaftler wichtige Fortschritte bei der Energieverbrauchsoptimierung für Elektrofahrzeuge erzielt.

Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses an den neun baden-württembergischen Landesuniversitäten. An jeder Universität wird ein mit 5.000 Euro dotierter Südwestmetall-Förderpreis ausgelobt. Die Preise werden jährlich auf Vorschlag der Universitäten für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.

„Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes“, betonte der stellvertretende Südwestmetall-Vorsitzende Reiner Thede bei der Preisverleihung in Stuttgart. „Deshalb engagiert sich unser Verband über seine Bildungsinitiative ‚Südwestmetall macht Bildung‘ konsequent in allen Etappen der Bildungsbiografie – von der frühkindlichen Förderung über die Schule und klassische duale Ausbildung bis zu den Hochschulen. Mit den Südwestmetall-Förderpreisen zeichnen wir seit über 25 Jahren herausragende Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten in Baden-Württemberg aus“, sagte Thede, der auch Vorsitzender der Südwestmetall-Bezirksgruppe Reutlingen ist.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Die klugen und kreativen Köpfe der jungen Wissenschaftsgeneration sind eine ganz zentrale und wichtige Ressource für Baden-Württemberg – für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Innovationsland setzen wir auf die Kraft der Wissenschaft, denn sie liefert wertvolle Beiträge zur Weiterentwicklung der Gesellschaft und gibt innovative Impulse an die Wirtschaft. Freie und weltoffene Wissenschaft ist wichtiger denn je, daher bin ich umso dankbarer, dass es in unserem Land Verbände wie Südwestmetall gibt, die die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die Zukunft unserer Gesellschaft tatkräftig unterstützen.“

Um die die starke Stellung Deutschlands und insbesondere Baden-Württembergs als Innovationsführer zu sichern, bedürfe es insgesamt noch größerer Investitionen in Forschung und Innovation, sagte Thede. „Mit der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft werden die Anforderungen an die Innovationsfähigkeit sogar noch größer“, erklärte er.

Die Bundesregierung setze in ihrer Hightech-Strategie darauf, dass zwei Drittel der anvisierten zusätzlichen Investitionen aus der Wirtschaft kommen sollen. „Dies wird aber nur gelingen, wenn die Unternehmen stärker darin unterstützt werden, in Forschung und Innovation zu investieren“, sagte der Arbeitgeber-Vertreter: „Daher halten wir eine steuerliche Forschungsförderung für dringend notwendig.“ Damit würde Deutschland endlich seinen Standortnachteil in dieser Frage gegenüber beinahe allen großen Industrienationen abbauen, so Thede.

 

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