Arbeitszeitgesetz

Metallarbeitgeber in den Regionen Neckar-Alb und Nordschwarzwald drängen auf eine schnelle Umsetzung der versprochenen Reform des Arbeitszeitgesetzes

Erstellt am: 11.08.2025

Holder: "Die Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit würde Unternehmen und Beschäftigten dringend benötigten Spielraum bringen.“

REUTLINGEN / TÜBINGEN / BALINGEN / FREUDENSTADT / CALW – Die Metallarbeitgeber in den Regionen Neckar-Alb und Nordschwarzwald drängen auf eine schnelle Umsetzung der im Koalitionsvertrag von Union und SPD vorgesehenen Reform des Arbeitszeitgesetzes. „Das Gesetz stammt noch aus Zeiten weit vor der Digitalisierung. Die Arbeitswelt ist aber inzwischen deutlich vielfältiger geworden“, sagte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Reutlingen des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Martin Holder, am Montag in Reutlingen. „Wir erwarten, dass die Bundesregierung jetzt die zugesagte Reform ohne weitere Verzögerung angeht.“

Holder begrüßte die Vereinbarung im Koalitionsvertrag ausdrücklich. Vorgesehen ist, die starre tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche Obergrenze zu ersetzen. „Die gesetzliche Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf zehn Stunden wird den Anforderungen der modernen Arbeitswelt aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht nicht mehr gerecht. Sie schränkt die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten unnötig ein und steht der Flexibilität entgegen, die viele Betriebe und Beschäftigten heute dringend benötigen“, erklärte Holder.

„Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise ein Projekt an einem Tag fertigstellen möchte, um am nächsten Tag Zeit für das Fußballtraining seines Kindes zu haben, sollte er die Möglichkeit dazu haben. Gleichzeitig könnten die Unternehmen besser auf Auftragsspitzen oder spezifische Projekte reagieren. Diese Flexibilität darf die Politik unseren Betrieben und ihren Beschäftigten nicht länger verweigern“, unterstrich der Südwestmetall Bezirksgruppen-Geschäftsführer Jan Vetter.

Mit der Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit werde niemand gezwungen, mehr zu arbeiten, stellte der Bezirksgruppen-Geschäftsführer klar: „Es geht ausschließlich darum, Unternehmen und Beschäftigten mehr Flexibilität bei der Einteilung ihrer wöchentlichen Arbeitszeit zu geben. So profitieren Betriebe bei der Planung ihrer Produktionsabläufe und Beschäftigte gewinnen mehr Spielraum, um Familie und Beruf zu vereinbaren.“

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